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Erfolgreiches Jubiläumsfest: Fläckematte feiert 35 Jahre gelebte Pflegekultur

Erfolgreiches Jubiläumsfest: Fläckematte feiert 35 Jahre gelebte Pflegekultur

Bunte Begegnungen, starke Worte und offene Türen: Die Fläckematte feierte am vergangenen Samstag ihr 35-jähriges Bestehen mit einem grossen Jubiläumsfest unter dem Motto «Tür auf!» – und präsentierte sich dabei nicht nur von ihrer festlichen Seite, sondern auch als zeitgemässes, zukunftsorientiertes Haus der Pflege.

Ein Haus wandelt sich – und öffnet sich

Der kürzlich abgeschlossene Umbau war mehr als ein bauliches Projekt. Er war Ausdruck eines Haltungswandels. In der Fläckematte stehen heute nicht nur Pflegequalität und Fachlichkeit im Mittelpunkt, sondern auch Atmosphäre, Begegnung und Lebensqualität.

Die neuen Räume sind offen, warm und klar gegliedert. Materialien, Farben und Formen wurden so gewählt, dass sie Orientierung schaffen und emotionale Geborgenheit vermitteln – insbesondere auch für Menschen mit Demenz. Ein besonderes Highlight ist der „Endlosweg“ in der ersten Etage: ein geschlossener Rundgang für Bewohnende mit Bewegungsdrang, der Sicherheit ohne Einschränkung bietet.

Auch das neue Bistro wurde feierlich eingeweiht – als Treffpunkt für Bewohnende, Angehörige, Mitarbeitende und Gäste. Ebenso wurde die integrative Wohngruppe für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen vorgestellt, die das Pflegeverständnis der Fläckematte beispielhaft widerspiegelt: individuell, zugewandt und eingebettet ins gemeinschaftliche Leben.

Ein Garten für alle – naturnah, barrierefrei, verbindend

Mit dem Umbau wurde auch der Garten der Fläckematte vollständig neugestaltet. Entstanden ist eine barrierefreie, naturnahe Umgebung, die nicht nur Ruhe und Erholung bietet, sondern gezielt den generationenübergreifenden Austausch fördert. Besonders der neue Demenzgarten – mit klarer Wegführung, Hochbeeten, Sitzplätzen und Zugang zum Tiergehege – unterstützt durch sensorische Reize das Wohlbefinden und die Orientierung von Menschen mit Demenz.

Der Garten ist bewusst offen für alle gestaltet: Bewohnende, Angehörige, Kinder, Gäste und Mitarbeitende sollen sich hier begegnen, bewegen, zur Ruhe kommen – oder einfach im Grünen verweilen. Damit macht die Fläckematte deutlich: Pflege gehört in die Mitte der Gesellschaft. Wir laden die Öffentlichkeit ein, Teil davon zu sein.

Ein Fest mit Herz, Musik und klaren Botschaften

Der Festtag begann mit einer feierlichen Eröffnung. In ihren Reden betonten Verwaltungsratspräsident Michel König sowie Gemeinderätin und Verwaltungsrätin Gisela Doenni-Widmer die Wichtigkeit von Offenheit, Nähe zur Gemeinde und zukunftsorientierter Pflegepolitik. Die symbolische Durchtrennung des Bandes durch Gisela Doenni-Widmer markierte nicht nur die Wiedereröffnung – sondern auch den Aufbruch in eine neue Zeit.

Rundgänge, Live-Musik von Giovanni Bassano und dem Duo Egli & Ammann, Kinderprogramm, Clownin und Zaubershows sorgten für ein lebendiges Miteinander. Besonders gefragt: die Führungen durch das umgebaute Haus, bei denen die neue Raumgestaltung und pflegerischen Konzepte erlebbar wurden.

Ein Ort, der lebt – und verbindet

Die Fläckematte versteht sich heute als offenes Haus der Pflege – mitten in Rothenburg, mitten in der Gesellschaft. Mit 57 Pflegeplätzen, einem engagierten Team und einer klaren Vision ist sie bereit für die kommenden Jahre.

«Die Fläckematte ist kein geschlossener Ort – sie ist Teil des Dorfes, offen für Menschen, Ideen und das Leben selbst», sagte die Co-Geschäftsleitung Joana Ribeiro und Markus Oberli zum Abschluss des Festes. Ein Satz, der bleibt.

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