Pflegeheimplanung
Zurzeit plant eine kantonale Arbeitsgruppe, bei welcher die Heimleitung von Rothenburg dabei ist, das künftige Bettenangebot im Kanton Luzern. Bis Ende 2010 hat der Kanton einen Ausbaustopp verhängt. Deshalb dürfen zurzeit keine neuen Bettenangebote für die Langzeitpflege realisiert werden. Nun soll überprüft werden, wieviele Betten es kurz-, mittel- und langfristig brauchen wird.
Die nackten Zahlen zeigen, dass wenn pro 1000 Einwohner über 80 Jahre alt, die gleiche Menge wie heute zur Verfügung stehen soll, das Angebot bis zum Jahr 2030 verdoppelt werden müsste.
Die grossen Generationen verlassen die Arbeitswelt und treten ins Pensionsalter ein. Das heisst, in den nächsten Jahren werden weniger Menschen arbeiten und gleichzeitig werden mehr Menschen Hilfe brauchen. Deshalb wird viel Phantasie nötig sein, präventiv alles zu unternehmen, dass die Pflegebedürftigkeit gemessen an der Zahl der über 80-jährigen abnimmt. Die Gesellschaft muss aber auch in den Berufsstand Pflege und in die Ausbildung von Nachwuchskräften investieren.
Die Politik ist gefordert, mit neuen Angeboten, wie zum Beispiel mit Tages-, Nacht- und Übergangsangeboten und mit betreutem Wohnen, sowie dem Ausbau der Spitex auf diese Herausforderung zu reagieren. Freiwilligenarbeit wird in Zukunft noch wichtiger sein. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren, gilt es den Ausbau der Heime zu planen und das richtige Angebot auf den richtigen Zeitpunkt bereitzustellen.
Die Fläckematte hat die Möglichkeit auszubauen, weil die Ausnützung des bestehenden Gebäudes einen Ausbau erlaubt und weil noch Landreserven bestehen.
Heimleiter Noldi Hess
